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Magazin TRAiNiNG,
15.09.2006 Unterrichten ≠ Trainieren Trainerausbildung im Zuge eines öffentlichen Seminars. Die Neuübernahme des internationalen Trainingsinstituts Dale Carnegie am 1. Jänner 2006 durch Dr. Clemens Widhalm und Mag. Robert Korp führt zu weitreichenden Veränderungen. Unter anderem wird der Trainerstab stark aufgestockt. Mag. Christoph Wirl konnte in den anspruchsvollen Ausbildungsprozess der neuen Dale Carnegie Trainer Einblick nehmen. |
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"Die Teilnehmer unserer Seminare sind erwachsene Menschen, die voll im Business stehen, und keine Schüler. Demnach sind auch unsere Ausbildner Trainer und keine Lehrer", erklärt David Green, Mastertrainer bei Dale Carnegie International, und fordert so die zukünftigen Trainer auf, die Teilnehmer verstärkt in das Seminar einzubeziehen. Green ist unter anderem dafür verantwortlich, bei den weltweit abgehaltenen Seminaren von Dale Carnegie für gleich hohe Qualität zu sorgen, um internationalen Kunden gleich gutes und bewährtes Service bieten zu können. Mitte August fand im Hotel Sachsengang ein Präsentationstraining statt, bei dem acht zukünftige Trainer neun Seminarteilnehmer trainierten und diese gleichzeitig von David Green beobachtet und gecoacht wurden. Die Teilnehmer am Seminar wussten natürlich im Vorhinein von diesem ungewohnten Seminarumfeld. "Vor dem Seminar hätte ich mir nie gedacht, wie lehrreich es sein kann von acht (!!!) Trainern Feed-back zu bekommen", erklärte mir einer der Teilnehmer nach dem Seminar. Durch das Real-time-Coaching und dem 4-Augen-Video-Feed-back sah der Teilnehmer sofort nach der Präsentation seine Fortschritte. Es wurden innerhalb des zweitägigen Intensivseminars sieben Präsentationen gehalten und auf Video aufgenommen, die jedesmal von einem anderen Trainerkandidaten mit dem Teilnehmer in einem separaten Raum besprochen wurden. Die Präsentation wurde digital vom Seminarraum per Netzwerk in das Besprechungszimmer übertragen, sodass keine Zeit für unnötiges Herumhantieren mit der Videokassette verloren ging. "Zuerst war ich in Sorge, ob die Trainerkandidaten mir auch wirklich etwas Neues beibringen können", gestand mir ein Teilnehmer, "doch ich hatte bei allen das Gefühl, als wären sie schon mindestens 10 Jahre erfolgreich als Trainer tätig." Lächelnd ergänzte dazu Geschäftsführer Clemens Widhalm: "Bis ein Trainer bei Dale Carnegie so weit ist, ein Seminar zu halten, muss er einen langen und anspruchsvollen Evaluierungs- und Lernprozess bestreiten. Nur so ist es uns möglich, eine gleichhohe Qualität bei jedem unserer Trainer zu garantieren." Um schwierige Inhalte dem Zuhörer verständlich zu präsentieren, stellten die Trainer das Konzept der Analogien vor. So ist es möglich, sich den Sachverhalt bildlich vorzustellen. Sofort wurde diese neu erlernte Analogie-Technik in einer weiteren Präsentation geübt, natürlich wieder mit unmittelbarem Feed-back und Videoanalyse. Das Erfolgsgeheimnis von Dale-Carnegie- Kursen erklärte mir Peter Rabenau, ebenfalls Trainerkandidat: "Es ist nicht das Ziel unserer Präsentationsseminare, dass wir allgemeine Techniken vermitteln, die jeder Teilnehmer übernehmen soll. Vielmehr fördern wir den individuellen Präsentationsstil, indem wir die vorhandenen Ressourcen jedes Teilnehmers ausbauen und perfektionieren." Um den Fortschritt der zwei Tagen zu demonstrieren, sahen die Teilnehmer am Ende des Seminars ihre erste Präsentation nochmals im Vergleich mit der zu allererst gehaltenen. Der Stolz war jedem Teilnehmer ins Gesicht geschrieben. Nach dem offiziellen Ende folgte noch ein Feed-back von David Green an die zukünftigen Trainer, um ihnen noch den letzten Schliff zu geben. Dale Carnegie gründete 1912 das erfolgreiche Trainingsinstitut in Amerika. Als Franchisingsystem setzte es sich bis heute bereits in über 70 Ländern durch und zählt derzeit etwa 3000 Trainer weltweit. 1992 wurde die Niederlassung in Österreich von DI Werner Killmeyer aufgebaut und Anfang des Jahres übergeben. siehe auch Magazin TRAiNiNG |